Belletristik,  Rezension

Rezension | Erwachsene Menschen – Marie Aubert

Es ist lange her, dass ich „Erwachsene Menschen“ von Marie Aubert gelesen habe. Nie wollten mir die richtigen Worte einfallen, die meine Gedanken zu diesem Buch richtig fassen könnten, denn die Figurenkonstellationen in „Erwachsene Menschen“ sind anders und ermöglichen Konflikte, die teilweise nur schwer in Worte zu fassen sind.


Erwachsene Menschen
von Marie Aubert
übsersetzt von Ursel Allenstein
erschienen bei Rowohlt
Hardcover (22€) | E-Book (19,99€) | Taschenbuch (12€; erscheint am 21.04.2022)
176 Seiten


Der Klappentext

«Erwachsene Menschen» ist ein Sommer- und ein Familienroman, eine Geschichte über die Rivalität zwischen Schwestern, Torschlusspanik und unerfülltem Kinderwunsch. Es erzählt von jenen, die wir am meisten lieben – und dem, was wir ihnen antun, wenn wir nicht kriegen, was wir wollen.

Zwei Schwestern, deren Leben kaum unterschiedlicher sein könnte

„Erwachsene Menschen“ von Marie Aubert begleitete mich letztes Jahr an einem der wenigen schön warmen Sommertage. Lange habe ich überlegt, wie ich meine Gedanken zu diesem Buch in Worte fassen soll, denn so richtig greifen konnte ich die Charaktere nicht. Alle haben es auf ihre ganz eigene Art geschafft, so unbeliebt zu wirken, dass mir ihre Schicksale fast egal gewesen wären. Ida ist mittlerweile in ihren 40igern und möchte für alle Fälle ihre Eizellen einfrieren lassen; nicht, dass doch noch irgendwann der perfekte Mann ihr über den Weg läuft. Ihre Schwester Marthe kämpft dagegen gegen ihre ganz eigenen Schatten an. Ihre Stieftochter möchte sie nicht so recht akzeptieren und ihr Wunsch, endlich selbst Mutter zu werden, will sich einfach nicht erfüllen. Bis zu diesem einen Sommer. Der Sommer, indem die Familienverhältnisse zu kippen drohen, denn keine der beiden Schwester hat so richtig Verständnis für die andere, sodass tiefe familiäre Kluften zum Vorschein kommen.

Mit ihrem nüchternen Schreibstil gelingt es Marie Aubert eine Familiensituation zu erschaffen, die so oder so ähnlich jederzeit in Familien geschehen könnte. Und obwohl mir die einzelnen Figuren irgendwann so zuwider waren, war da ein gewisses Band zwischen ihnen und mir. Ich konnte und wollte das Buch einfach nicht zur Seite legen; ich musste schlicht wissen, welche Wege die Protagonistinnen einschlagen.
Auch wenn die feministischen Aspekte, die der Klappentext andeutet, für mich nicht erfüllt wurden, hatte ich trotzdem einige skurrile und gute Lesestunden.

One Comment

  • Zeilentänzerin

    Hallo Isa, das Buch hört sich wirklich gut an. Familiengeschichten gehören zu meinen bevorzugten Themen, sodass ich mir das Buch sicherlich näher anschauen werde.

    Hab einen schönen Sonntagnachmittag,
    Zeilentänzerin

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