Neuzugänge

Neuzugänge – OKTOBER

Man mag es sich kaum vorstellen, aber der Oktober ist schon wieder vorüber. Der November und damit der Lockdown klopfen schon an die Tür und da kann ein wenig Literatur und Unterhaltung in den nächsten Wochen nicht fehlen – dahingehend ist es also gar nicht so schlecht, dass ich meine Neuzugänge von September zahlentechnisch getoppt habe, aber seht selbst:


Die Jahreszeiten-Reihe von Ali Smith habe ich in den letzten Monaten recht häufig auf Instagram gesehen, sodass ich schon lange “Herbst” lesen wollte – was bis dato allerdings noch nicht geschehen ist.
Da ich “Winter” als Rezensionsexemplar bekommen habe, werde ich die Reihenfolge durchbrechen und zuerst “Winter” lesen, in der Hoffnung, dass ich mir die Reihe damit nicht zerstöre (weiß jemand von euch, ob die aufeinander aufbauen?).


Anfang Oktober war ich seit langer Zeit mal wieder in meiner Stammbuchhandlung habe mich ein wenig treiben lassen. So durfte “Das Flüstern der Bäume” von Michael Christie mich mit nach Hause begleiten. Christies Roman spielt in Kanada, sodass es zum dies- und coronabedingt nächstjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse passt. Vielversprechend klingt es auf jeden Fall.


Anne von Fuxbooks schrieb neulich in ihrer Story, dass “Unsagbare Dinge” von Laurie Penny ihr Leben verändert hätte – besser kann man ein feministisches Buch wohl kaum anteasern.
“Unsagbare Dinge” möchte ich im November immer mal wieder zwischendurch lesen. Mal schauen, ob ich am Ende ähnliches darüber sagen kann.


Über “Zugvögel” von Charlotte McConaghy wurde in den letzten Wochen sehr viel geschrieben. Seitdem des auf der Shortlist der unabhängigen Buchhandlungen steht, werden vermutlich noch einige Rezensionen dazukommen. Aber dieses Buch hat die Aufmerksamkeit vollkommen verdient, denn McConaghy beschreibt ein Zukunftsszenario, von dem wir vielleicht gar nicht mehr allzu weit entfernt sind: Eine Welt ohne Wildtiere.


Serpentinen” von Bov Bjerg stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Da mich der Plot des Romans schon länger angesprochen hat und mir die Büchergilde Ausgabe um einiges besser gefallen hat, als die Originalausgabe, stand recht schnell fest, dass dies mein Quartalskauf werden soll.


Und wenn man schon bei der Büchergilde bestellt, dann darf auch gerne noch ein zweites Buch mit. “Meine Schwester, die Serienmörderin” von Oyinkan Braithwaite hat mich mit den ersten beiden Sätzen des Buches direkt angefixt: “„Ayoola ruft mich mit diesen Worten herbei: Korede, ich habe ihn umgebracht.
Ich hatte gehofft, diese Worte nie wieder zu hören.“ ( S. 7)”
Sehr lesenswert!


Ab morgen gilt der neue Lockdown. Wir werden quasi zurück in den Frühling katapultiert – wenn auch auf mit weniger Auflagen. Wie es Maja Lunde dabei erging, kann ab sofort in “Als die Welt stehen blieb” nachgelesen werden. Besonders neugierig wurde ich darauf, wie Lunde, die solche Themen normalerweise in ihren Büchern bespricht, mit der Situation umgeht bzw. damit fertig wird.


Insel der verlorenen Erinnerung” von Yoko Ogawa sollte unser neues Buch im Leseclub werden. Nachdem nur eine von uns “Der Distelfink” beendet hatte, musste etwas her, dass vielversprechend und spannend klang.
Das, was man dazu auf Instagram lesen konnte, klang auf jeden Fall so, als könnte es unsere Anforderungen erfüllen. Ob’s so war, erfahrt ihr bald in meiner Rezension.


Das ich “Kleider machen Leute” von Gottfried Keller zuletzt gelesen habe, ist einige Jahre her. Sozusagen war es eine Schullektüre im 7. Schuljahr und ich muss gestehen, dass ich die Aussage “Kleider machen Leute und Leute machen Kleider” lange nicht verstanden habe – bis dann dieser eine Aha-Moment eintrat. Daher möchte ich “Kleider machen Leute” seit langer Zeit noch einmal lesen – wer weiß, welche Raffinessen mir damals noch entgangen sind. Dank eines Uniseminars habe ich nun die Gelegenheit und red nicht nur davon. Ich freue mich!


Sag den Wölfen, ich bin zu Hause” von Carol Rifka Brunt habe ich damals, als es erschienen ist, schon einmal auf meinem E-Reader begonnen zu lesen. Aber irgendwie war damals nicht der richtige Zeitpunkt für dieses Buch. Zwei Jahre später wollte ich es noch einmal mit der Taschenbuch-Ausgabe versuchen und tatsächlich habe ich es bereits im Oktober gelesen (aber dazu bald im Lesemonat mehr).


Kaum ein Buch wurde letztes Jahr so extrem bei mir in der Timeline gefeiert: “Ich bin Circe” von Madeline Miller. Da wurde ich ganz klassisches geinfluenced, denn über kaum ein Buch habe ich mir so den Kopf zerbrochen. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob die Thematik der griechische Mythologie mir so recht liegen wird. Daher kommt mir die Taschenbuch-Ausgabe gerade recht und tatsächlich bin ich grade ziemlich on fire, sodass ich es wohl zeitnah lesen werde!


Maria Christina Piwowarski schwärmt in gefühlt jeder Literatursprechstunde von Annie Ernaux, sodass ich neulich in der Buchhandlung schwach wurde und “Die Erinnerung eines Mädchens” mitnahm. Gelesen habe ich es schon und werde euch bald im Lesemonat noch einmal genauer davon berichten.


Ich bin wieder einmal ganz verliebt in meine Neuzugänge. Zwar ist es wieder einmal komplett eskaliert (schieben wir es auf eine Ahnung und ich wollte einfach schon mal #bücherhamstern), aber einige Bücher konnte ich davon bereits lesen und auf die restlichen freue ich mich sehr.
Für den November/Dezember möchte ich mir allerdings ein kleines Kaufverbot aussprechen – es erscheinen zwar ein/zwei Bücher, die ich gerne hätte, aber im Großen und Ganzen sollte es das (hoffentlich) gewesen sein.

Eure Isa.

One Comment

  • Zeilentänzerin

    Hallo liebe Isa, viele interessante Bücher hast du da! Ich komme derzeit leider gar nicht zum Lesen. Wir wohnen seit zwei Wochen in unserer neuen Wohnung und es ist so viel zu tun! Ich hoffe, dass es im Dezember mit dem Lesen und meinem Blog weitergehen kann.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!

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