Lesemonat,  SUB-Jahr 2019

Mein erster SUB-Monat: Januar

Vor ca. einem Monat habe ich mein SUB-Jahr ausgerufen. Wie es mir in den ersten Wochen ergangen ist, ob ich meine Entscheidung schon bereue und inwieweit sich mein Leseverhalten verändert hat, könnt ihr in den folgenden Zeilen nachlesen.

Die Idee

Angefangen hat eigentlich alles damit, dass ich seit Monaten – ungelogen wirklich seit Monaten – das Buch „Vor dem Fall“ von Noah Hawley lesen wollte, aber mir einfach immer die Zeit gefehlt hat. Entweder sind neue Rezensionsexemplare bei mir eingetrudelt oder ich habe mir ein neues Buch gekauft, die sich wieder und wieder vorgedrängelt haben. Nur kaufen und jede Menge Bücher mit Potential verrotten zu lassen, das war nicht mehr das, was ich machen wollte. Also musste ich mir eine Alternative überlegen, wie ich dieses Problem angehen kann. Nach zweimaligem Zählen konnte ich auf einem SUB von 47 Büchern (E-Books mit eingerechnet) blicken. Ich war geschockt über diese große Anzahl an ungelesenen Büchern – ja ich weiß, einige von euch haben viel mehr, aber ich lass „Aufgaben“ nur ungern liegen.

Die Regeln

Es dürfen keine Bücher gekauft oder angefragt werden, bis die 47 Bücher gelesen sind – der SUB soll immerhin abgebaut und nicht weiter gefüttert werden. Zwei Ausnahmen gibt es jedoch: Weitere Teile von Reihen dürfen gekauft werden (versuche jedoch die großen Reihen wie „Codex Alera“ erst gegen Ende der Aktion zu lesen) und ich darf an Gewinnspielen teilnehmen – denn mal ehrlich, wie hoch ist die Chance, dass ich am Ende wirklich gewinne und ein neues Buch einziehen darf?

Wie es läuft

Bisher war ich erst einmal in einer Buchhandlung und das auch nur, weil ich ein Buch für meinen Freund abholen musste. Ansonsten versuche ich, einen großen Bogen darum zu machen – gar nicht mal so einfach, wenn drei große Buchhandlungen in direkt Umgebung zur Wohnung liegen.
Aber ein Buch gibt es, dass mich echt oft verzweifeln lässt: „Gun Love“ von Jennifer Clement. Auf der Lesung von Mareike Fallwickl zu „Dunkelgrün fast schwarz“ hat sie und Florian Valerius (LiterarischerNerd) mich so von diesem Buch überzeugt, dass ich es einfach unbedingt lesen möchte, aber mein SUB-Jahr „verbietet“ es mir – sad but true.

Und ich muss gestehen, die vorangegangenen Zeilen habe ich vor einer Woche geschrieben – und die einzelnen Worte sind nichts mehr wert, denn ich wurde schwach – shame on me! Leider habe ich bei Arvelle (wie kann ich bei einem akuten Kaufverbot dort stöbern) etwas bestellt. Genauer gesagt „Nevernight“ von Jay Kristoff. Bei mehr als 40% Rabatt musste ich einfach zu schlagen – es steht einfach schon viel zu lange auf meiner Wunschliste. Jetzt gibt es nicht nur ein SUB-Liste, sondern auch eine Liste der Schande, in die ich all meine Neuzugänge eintragen möchte.

Mein Leseverhalten

Die Wunschliste wächst und wächst – Instagram ist da tatsächlich nicht sonderlich förderlich. Es gibt viele Bücher, die ich gerne lesen würde, aber ich halte mich so weit zurück und notiere alles ganz brav. Was mir dann in 11 Monaten immer noch gefällt, darf gekauft werden. 47 Bücher habe ich mir vorgenommen – drei habe ich bisher gelesen. Zwei davon im Januar. Diese zwei Bücher möchte ich euch kurz im Folgenden vorstellen:

  1. Takis Würger – Stella (Rezension)
  2. Jardine Libaire – Uns gehört die Nacht


Wie ihr in meiner Rezension (falls ihr sie noch nicht gelesen habt, ich habe sie euch oben noch einmal verlinkt) lesen konnte, hat mir Stella wahnsinnig gut gefallen. In wenigen Tagen hatte ich es gelesen und tatsächlich war ich fest davon überzeugt, dass ich im Januar jede Menge Bücher lesen werde. Ja und dann kam „Uns gehört die Nacht“ – das zweite und letzte Buch, dass ich im Januar begonnen und beendet habe. Es hat sich unfassbar gezogen, ich habe nie mehr als 30-40 Seiten am Tag gelesen und ich war dem Abbrechen näher als dem Willen weiter zu lesen. An für sich war die Story sehr faszinierend, aber viel zu oft hat es sich viel zu sehr gezogen, so dass ich mich regelrecht gelangweilt habe. „Uns gehört die Nacht“ ist für mich leider ein Buch, dass ein wunderschönes Cover hat, aber das Innere leider nicht ganz damit mithalten kann – falls ihr euch eine ausführliche Rezension zu „Uns gehört die Nacht“ wünscht, dann sagt mir gerne Bescheid.

Allerdings beschäftigt mich eine Frage seit Tagen:
Habe ich im Januar weniger Bücher als sonst gelesen, weil ich gegen einen Berg ungelesener Bücher ankämpfen muss oder gibt es auch andere Faktoren dafür?
Ich denke sowohl als auch. Einerseits bin ich mir nie wirklich sicher, was ich jetzt wirklich lesen möchte – die Auswahl ist immerhin doch sehr groß. Aber andererseits hat sich „Uns gehört die Nacht“ sehr gezogen und so richtig motivieren konnte ich mich nicht zum Lesen. Vergleichsweise dazu habe ich „All In – Tausend Augenblicke“ von Emma Scott in weniger als einem Tag durchgelesen, obwohl ich nicht unbedingt viel Freizeit hatte. Denn als dritter Punkt muss ich einfach meine Bachelorarbeit nennen: Ich stecke aktuell so tief in der Literaturrecherche fest, dass ich nach den unzähligen Seiten Fachliteratur abends häufig keine Lust mehr auf meine SUB-Bücher habe.

Aber getreu nach dem Motto: Neuer Monat – neues Glück! Ich bin sehr gespannt, wie sich das Ganze im Februar weiterentwickeln wird und halte euch natürlich auf dem Laufendem.

Eure Isa.

2 Comments

  • Ivy

    Liebe Isa,

    ich finde deinen Plan bisher wirklich super toll <3 Ich habe es auch mal ein komplettes Jahr durchgezogen, kein einziges Buch zu kaufen. Dafür habe ich dann jeden Monat zwischen 10 € und 50 € in eine Spardose gepackt, als "Belohnung" quasi, dass ich den Monat überstanden habe, ohne Bücher zu kaufen. Am Ende hatte ich wirklich ein schönes Sümmchen zusammen und mein SUB ist damals auch wirklich sehr geschrumpft. Momentan bin ich allerdings zu "schwach" das noch mal durchzuziehen haha 😀 😀 außerdem bekomme ich mittlerweile so viele unangefragte Reziexemplare, dass es eigentlich unmöglich ist, ein Jahr ohne neue Bücher zu leben aber egal, dennoch halte ich mich mit dem Kaufen aktuell auch sehr zurück und versuche die Bücher von meinem SUB zu befreien, die dort schon etwas länger liegen … klappt bisher nur minder gut, da ich das Jahr mit Reziexemplaren gestartet bin. Dennoch bin ich guter Dinge und hoffe auf das Beste!

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deiner Jahresaufgabe und natürlich ganz viel Spaß mit deinen Büchern – und ebenfalls natürlich mit deiner Bachelorarbeit. Ich kann mir vorstellen, dass dies viel Zeit in Anspruch nimmt!

    Liebste Grüße
    Ivy

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