Lesemonat

Lesemonat – MAI

Es ist der 1. Juni und somit ist schon wieder ein Monat vorbei. Wo ist nur die Zeit geblieben? Obwohl es diesen Monat sehr ruhig auf meinem Blog zuging, habe ich trotzdem oder gerade deswegen einige Bücher gelesen. Aber was möchte man auch anderes bei dem Wetter der letzten Wochen machen? Wie viele Bücher hab ich denn nun im Mai gelesen? Ingesamt waren es fünf Bücher und 2030 Seiten. Meine Tops und Flops erfahrt ihr den folgenden Zeilen.



1. Der Kuss der Lüge – Marie E. Pearson

2. Alles, was wir liebten – Kristina Moninger (Rezension folgt)

3. Sterne sieht man nur im Dunkeln – Monika Werkmeister (Rezension folgt)

4. Der Zopf meiner Großmutter – Alina Bronsky

5. Mein Herz in zwei Welten – Jojo Moyes


Begonnen habe ich meinen Lesemonat mit „Der Kuss der Lüge“ von Mary E. Pearson. An für sich möchte ich die Charaktere und ihre Entwicklungen wirklich sehr gerne, doch leider zog sich die Handlung zwischenzeitlich so sehr, dass ich in die Versuchung kam, es beiseite zu legen oder sogar abzubrechen. Statt die Handlung voranzubringen, wurde Seite um Seite belangloses erzählt, dass weder den Charaktere noch der Handlung guttat. Einzig die letzten hundert Seiten nahmen noch einmal an Fahrt auf und der erste Teil „Der Chroniken der Verbliebenen“ endete mit einem spannenden Cliffhanger. Wenn ich ehrlich bin, kann ich den Hype um die Reihe bisher noch nicht verstehen. Den zweiten Teil habe ich zwar schon begonnen, aber bisher wartet er darauf, weitergelesen zu werden. Mal schauen, wann ich mir die Zeit dafür nehmen werde.

Kristina Moningers neuestes Werk „Alles, was wir liebten“ (erscheint am 19.06.2019) durfte ich vorab für euch lesen. Ich unterstütze immer wieder gerne Selfpublisher/innen, wenn mich ihr Buch anspricht und dies war bei Moningers neuestem Buch definitiv der Fall. Anna verließ Hals über Kopf ihre Heimat und die Berge. Doch ihre Vergangenheit ließ sie nie so recht los – sie kehrt nach zehn Jahren in ihren Heimatort zurück und stellt sich ihren Geheimnissen und Ängsten. Unter all den wundervollen Beschreibungen der Berge verbergen sich tolle Charaktere, die ihre eigenen Probleme verarbeiten müssen. Die Handlung wechselt immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wodurch eine gewisse Spannung entsteht. Ich mochte „Alles, was wir liebten“ sehr und werde euch am Erscheinungstag noch eine detaillierte Rezension online stellen.

Von den Bergen ging’s ans Meer, genauer gesagt nach Norderney. „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ von Meike Werkmeister lädt zum Träumen ein. Ihre Naturbeschreibungen zogen mich regelrecht in ihren Bann. Ich konnte den Geruch vom Meer riechen, das Schreien der Möwen hören und sogar die Sonne auf meiner Haut spüren. Aber Achtung! Die Gefahr ist groß, dass man sich auf Reiseseiten wiederfindet und kurz davor steht, einen Urlaub an der Nordsee zu buchen. Ich hab euch gewarnt!

Zudem ist die Situation von Anni mehr als realitätsnah. Was möchte man aus seinem Leben machen und ist das, was man erreicht hat, wirklich das, was einem genügt? Diese Frage muss sich Anni, nach dem Heiratsantrag ihres Freundes, stellen und flieht nach Norderney. Mir persönlich hat „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ gut gefallen. Ein tolles Sommerbuch, dass zum Nachdenken anregt und einen mit an die wundervolle Nordsee entführt. Definitiv eine Sommerlektüre, die ihr euch näher anschauen solltet.

Mein viertes Buch im Mai habe ich in meinem Goodiebag, die ich auf Litblogcon bekommen habe, entdeckte und wollte es sofort lesen. „Der Zopf meiner Großmutter“ von Alina Bronsky könnte mich leider nicht überzeugen. Ich bin mit nicht sicher, ob ich das Buch einfach nicht verstanden habe, aber irgendwie hat es sich wie eine Zeitverschwendung angefühlt. Weder habe ich mich unterhalten noch gefordert gefühlt. Die Story wird aus der Sicht des Kindes Max erzählt, der mit seinen Großeltern von Russland nach Deutschland, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, geflohen ist. Doch statt das Leben in die Hand zu nehmen, treten sie auf der Stelle herum. 

Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich das Buch nicht verstanden habe, daher möchte ich dazu auch keine ausführliche Rezension schreiben. Also falls ihr es gelesen habt, lässt mir doch mal einen Kommentar da und schreibt mir wie es euch gefallen hat.

Für mich war der Lesemonat mit „Der Zopf meiner Großmutter“ eigentlich schon vorbei und der Beitrag war bereits geschrieben, aber tatsächlich habe ich an Christi Himmelfahrt „Mein Herz in zwei Welten“ von Jojo Moyes regelrecht weggesuchtet und somit mein fünftes Buch im Mai beendet – daher hat es „Mein Herz in zwei Welten“ auch nicht mehr aufs Bild geschafft. 

Schon lange liebe ich die Bücher von Jojo Moyes. Ich kaufe mittlerweile regelrecht alles blind von ihr und die Geschichte rund um Lou begleitet mich schon eine lange Zeit. Bereits „Ein ganzes halbes Jahr“ hat mich so ihn ihren Bann gezogen, dass ich überglücklich war, dass es einen zweiten und dritten Teil geben wird. Mit „mein Herz in zwei Welten“ endet nun die Trilogie rund um Lou und ich fühlte mich, als würde ich eine gute Freundin zurücklassen. Doch statt traurig darüber zu sein, freue ich mich über ein wundervolles Ende. Und entgegen einiger Kritiker, finde ich die Fortsetzungen wirklich gelungen. Mein Herz und ich haben einfach die Heilung, die mit den Folgebände eingetreten sind, gebraucht. Für mich werden die Bücher rund um Lou immer Herzensbücher bleiben, die ich nicht zum letzten Mal gelesen habe.

Bloggertechnisch absolut kein guter Monat. So wenige Beiträge kamen schon lange nicht mehr, aber dafür habe ich so viele Seiten wie schon lange nicht mehr gelesen und das macht mich grade wahnsinnig glücklich, zumal die Auswahl der Bücher im Großen und Ganzen ziemlich überzeugend war.

Eure Isa. 

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