Liebesroman,  New Adult,  Rezension

Colleen Hoover – Was perfekt war

Nach „Nur noch ein einziges Mal“ bot sich mir die Möglichkeit, Colleen Hoovers neuestes Buch bereits vor dem Erscheinungstag zu lesen (vielen Dank an den Bold-Verlag für das Rezensionsexemplar!). „Nur noch ein einziges Mal“ war nicht nur mein erstes Buch von Hoover, sondern fand auch einen Platz auf meiner Liste der Jahreshighlights 2018. Dementsprechend hatte ich Angst, dass mich andere Bücher von ihr enttäuschen könnten. Meine Erwartungshaltung war einfach zu groß, sodass ich mich die ganze Zeit an keins ihrer Bücher herangetraut habe. Bis zur Frankfurter Buchmesse, denn dort bekam ich „Was perfekt war“ als Rezensionsexemplar und versank bereits am ersten Abend in Hoovers neustem Buch. Wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.


Allgemeine Infos zum Buch

Titel: Was Perfekt war*
Autorin: Colleen Hoover
Übersetzerin: Katarina Ganslandt
Verlag: Bold
Seitenzahl: 320
Preis: Paperback (14,99€), E-Book (12,99€)


Zum Inhalt

Quinn und Graham lernen sich unter mehr als unglücklichen Umständen kennen und verlieben sich unsterblich ineinander. Kaum ein Jahr später sind die glücklich miteinander verheiratet… Happily ever after?

Acht Jahre danach: Jemanden zu lieben, heißt nicht unbedingt, mit ihm glücklich zu sein. Das erkennt und erleidet Quinn Tag für Tag, denn obwohl sie und Graham sich weiter


Meine Meinung

Achtung! Meine Meinung könnte potentielle Spoiler enthalten!

Auch in „Was perfekt war“ verarbeitet Colleen Hoover ein wichtiges Thema, dass viel zu selten thematisiert wird: der unerfüllte Kinderwunsch. Was macht dies mit dem jeweiligen Paar, der Beziehung zueinander und dem Umfeld? Diese Fragen versucht Hoover in „Was perfekt war“ zu beantworten.

Ich muss gestehen, dass ich anfangs wirklich Angst hatte, dass Colleen Hoover das Thema zu oberflächlich angehen würde und Aspekte herausgelassen werden, die endlich thematisiert werden müssen. Ich befürchtete, dass die Protagonistin Quinn, die mich zum Teil zur Weißglut trieb, am Ende ein Wunder erfahren würde und doch noch schwanger werden würde. Doch so leicht machte es sich Colleen Hoover nicht – sie griff die Thematik mit der Ernsthaftigkeit auf, die sie verdient hat, sodass ich mit dem Ende nicht zufriedener hätte sein können. Aber nicht nur ihr Plot konnte überzeugen, sondern auch ihr sprachliches Können und ihre gekonnte Charakterentwicklungen. Sowohl Quinn als auch Graham schienen aus dem Leben gegriffen worden zu sein, denn beide weisen Stärken und Schwächen auf, wodurch sie real und nicht konstruiert wirken.

Aber auch fürs Herz bietet Colleen Hoover einige emotionale Szenen, bei denen die Augen nicht trocken bleiben. Ich habe gelacht, geweint, mit Quinn und Graham mitgefiebert und wenige Augenblicke später mich über einen der Beiden aufgeregt. Emotional ist „Was perfekt war“ die reinste Achterbahnfahrt, wodurch ich mich der Handlung und den Protagonisten näher denn je fühlte – sie hätten auch ein befreundetes Paar im echten Leben sein können – einen Aspekt, den ich sehr an Büchern schätze.

Besonders mochte ich, dass Colleen Hoover zu Beginn der Handlung kleine Details eingebaut hat, die sich fortwährend durch die Handlung ziehen und gegen Ende noch einmal eine entscheidende Rollen einnehmen, wodurch die Handlung eine zusätzliche Intensität einverleibt wird.


Vielleicht gelingt es durch „Was perfekt war“ einen kleinen Teil der Gesellschaft zu sensibilisieren, denn Fragen nach ausbleibenden Schwangerschaften können die Betroffenen zusätzlich belasten. „Was perfekt war“ hat mir wirklich gut gefallen und ich möchte es euch ans Herz legen. Lest es!

Eure Isa.


*Rezensionsexemplar

3 Comments

  • Lisa

    Huhu Isa,

    ich bin ja wirklich froh das Buch gelesen zu haben. Mir ging es wie dir, Quinn hat mich zwischendurch stark genervt….wobei sie zu bewerten schwer ist, da man selber noch nie in der Situation war. Das Ende fande ich wirklich passend zur Geschichte ausgewählt.
    Colleen bekommt wohl von mir doch nochmal eine Chance.

    LG Lisa

    • Isa

      Liebe Lisa,

      da hast du vollkommen recht, die Situation von Quinn ist nur schwer zu bewerten, vor allem, wenn man selbst davon nicht betroffen ist.
      Es freut mich zu hören, dass es zwischen dir und den Bücher von Colleen Hoover doch noch gefunkt hat und ich bin gespannt, ob dich andere Bücher von ihr überzeugend können. 🙂

      Liebe Grüße
      Isa

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